Mit Hund im Büro – wie sich unser Vermieter für eine optimale Lösung einsetzte.

Hubert hat einen Hund. So jedenfalls war das einmal. Denn mittlerweile hat er zwei. Hubert, unser sehr netter und sehr kompetenter Kollege, hat aber auch einen Job bei uns. Damit stellte sich die Frage, wie er Hund und Beruf kombinieren konnte. Die ganz tolle Lösung kam dann doch zufällig und sehr überraschend – und zwar mit spontaner Unterstützung unseres sehr hilfsbereiten Vermieters. Aber der Reihe nach:

Eigentlich hatte es Hubert sehr geschickt eingefädelt. Seinen ersten Hund, Conner, brachte er schon als Welpe mit ins Büro. Ein extrem süßes kleines Fellknäuel, tapsig und mit Kulleraugen – kein Wunder, dass sich Hund und Herrchen in die Herzen der Kollegen schlichen. Conner wurde die Attraktion im Büro, (fast) jeder Kollege wollte ihn streicheln, knuddeln und Gassi führen. Die meiste Zeit aber verbrachte Conner geduldig in seinem Korb, beobachtete die Szenerie, schlief und machte sich alle Ehre als Bürohund. Das war allerdings bei weitem nicht seine Bestimmung. Conner ist ein Hütehund, braucht Bewegung, Training und Erziehung.  Heute, einige Jahre später, ist er Hütehund in der höchsten Klasse, er stellt in Hütewettbewerben bei der Arbeit mit Schafen sein Können mit Bravour unter Beweis, sahnt Preise und Auszeichnungen ab.
Zudem: Connor sollte nicht lange alleine bleiben. Denn dann kam Mac. Gleiche Rasse, gleiches Temperament und gleiche Aufgaben. Jetzt waren sie schon zu zweit, die Hunde, die von ihrem Wesen her viel lieber draußen sind als in Gebäuden, viel lieber aktiv als ruhig im Büroschlaf.

Das Büro in Schwenningen befindet sich in einem Bürokomplex, in dem wir Mieter sind. In der Mittagspause treffen sich dort die Mitarbeiter aus allen Büros, essen gemeinsam, kommen ins Gespräch und tauschen Neuigkeiten aus. Dort kam auch die Rede auf die beiden Hunde und die Tatsache, dass Hubert sie nun – erwachsen und mit Bewegungsdrang – nicht mehr ständig ins Büro bringen wollte. Eine Mieterin, selbst Hundebesitzerin, kam auf die Idee, den Vermieter zu fragen, ob er nicht eine Möglichkeit sieht, für die Hunde auf dem Firmengelände einen Platz zu finden. Weil Hubert ein sehr bescheidener Mensch ist, hat er sich diese Frage allerdings verkniffen. Die Frage wurde dennoch gestellt, und unser Vermieter, Herr Jauch, erwies sich als sehr entgegenkommend. Offenbar ein sehr naturverbundener und auch tierlieber Mensch, schlug er selbst einen Platz vor, um einen geräumigen Hundezwinger zu errichten: direkt auf der Firmenterrasse!

Sensationell! Damit hatten wir alle nicht gerechnet. Heute steht ein sehr geräumiges, schickes Hundehaus, von Hubert und seinem Sohn erbaut, direkt neben dem Bürogebäude. Von seinem Arbeitsplatz aus braucht es eine halbe Stuhldrehung und Hubert hat seine Hunde im Blick. In der Pause kann er Conner und Mac in Bewegung halten, eine perfekte und völlig unerwartete Lösung. Danke an Herrn Jauch für dieses Entgegenkommen!

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(Fotos: Hubert Jung http://juzu.de)