Willkommen in der sorgenfreien Freizeit

Was machen unsere Kollegen, wenn Sie nicht im Büro sind? Was beschäftigt sie jenseits der IT? Welche interessanten Hobbys fördern Sie zutage? Zum 20. Firmenjubiläum haben wir unsere Kollegen befragt – die Antworten lesen Sie hier in loser Folge.

Wir starten mit Robin.

Frage: Lieber Robin, was machst Du am liebsten in Deiner Freizeit?

Robin: Also in der Woche, wenn wir nicht auf dem Sofa faulenzen, gehen wir gerne ins Fitness-Studio. Am Wochenende engagiere ich mich bei den Pfadfindern.

Frage: Stimmt, Du bist ja bei den Pfadfindern. Damit kenne ich mich ja gar nicht aus.  Erzähl mal, was ist denn das Spannendste dabei?

Robin: Das coolste ist die Gemeinschaft. Und dass ich die langjährigen und besten Freunde dort gefunden habe. Mit den Leuten aus der Schule und dem Studium habe ich nix mehr zu tun, die aus der Pfadfindergemeinschaft bleiben.
Was sonst noch cool ist, sind die Freundschaften, die über die Pfadfinder-Lager entstehen. Das sind dann Leute, die sieht man nur einmal im Jahr, aber mit denen verbindet man außergewöhnliche Erlebnisse. Wir waren einmal in einer Herbstfreizeit fünf Tage mit Leuten in der Pampa in Slowenien unterwegs. Am letzten Tag, als wir eigentlich nur noch ankommen wollten, war dann schlechtes Wetter, nur Regen und Nebel. Da wandert man dann und fragt sich „Warum mache ich diesen Scheiß?“ Du weißt genau, die anderen denken das gleiche. Vor allem wenn man völlig durchnässt ist und 20 kg auf dem Rücken mitschleppt. Damals sind wir erst vier Stunden im Kreis gelaufen. Völlig deprimierend. Wir sind dann irgendwann tatsächlich am Ziel angekommen, einem alten VW T3, der dann prompt verreckt war. Wir mussten den slowenischen ADAC anrufen. Der Mechaniker kam, hatte noch nicht mal einen Schraubenschlüssel dabei, aber irgendwie den Wagen dann doch wieder zum Laufen gebracht. Von dort sind wir zu unserer Pension, einem alten Bauernhof, wo wir endlich duschen konnten. Nach den Strapazen der vergangenen Tage mit Müsli mit Wasser gab es dort ein tolles Frühstück, gefühlt das beste jemals. Das sind so Erlebnisse, die verbinden.
Und übrigens: Auf der Heimreise ist das Auto dann tatsächlich komplett kaputt gegangen. In Österreich konnten wir damit nur noch mit 30 km/h auf dem Standstreifen fahren. Der Wagen wurde abgeschleppt und am Ende wurde uns ein Ersatzfahrzeug aus München gebracht – ein nagelneuer T5.

Frage: Was bringt Dir diese Pfadfinderausbildung praktisch im täglichen Leben?

Robin: Cool ist, dass man Sachen lernt, die man zwar im täglichen Leben nicht unbedingt braucht, aber die nicht jeder kann: Feuer anmachen ohne Feuerzeug, Orientierung und so was.
Im Studium haben wir mal eine Teambildungsmaßnahme gehabt. Das Thema war, dass wir auf einer Insel gestrandet sind und wir sollten entscheiden, was am wichtigsten ist usw. Ich habe solche Survival-Szenarien in echt erlebt und konnte viel in die Lösung einbringen. Der Dozent sagte, dass unsere Gruppe diejenige war, die jemals die Aufgabe am schnellsten gelöst hat.

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Die bereitgestellten Fotos sind aus dem Jahr 2004.